Die Senkung der Kosten für biobasierte Harze ist der Schlüssel zur Industrialisierung.
Umweltfreundlichkeit und geringe CO₂-Emissionen sind die Hauptgründe, warum Bambus-Verbundwerkstoffe Stahl und Zement im Rohrleitungsbau verdrängt haben. Allein bei einer Jahresproduktion von 10 Millionen Tonnen Bambus-Verbund-Druckrohren lassen sich im Vergleich zu spiralgeschweißten Rohren 19,6 Millionen Tonnen Standardkohle einsparen und die Emissionen um 49 Millionen Tonnen reduzieren. Dies entspricht dem Bau von sieben weniger großen Kohlebergwerken mit einer Jahresproduktion von jeweils 3 Millionen Tonnen.

Die Bambuswickeltechnologie ist von großer Bedeutung für die Förderung des Ersatzes von Plastik durch Bambus, befindet sich aber noch in der Entwicklungsphase. Insbesondere die Verwendung herkömmlicher Harzklebstoffe setzt bei Produktion und Anwendung schädliche Substanzen wie Formaldehyd frei, was die Verbreitung und Anwendung dieser Technologie erschwert. Einige Wissenschaftler entwickeln biobasierte Harze als Ersatz für herkömmliche Harzklebstoffe. Die Kostensenkung und die Industrialisierung dieser Harze stellen jedoch weiterhin große Herausforderungen dar, die kontinuierliche Anstrengungen von Wissenschaft und Industrie erfordern.
Veröffentlichungsdatum: 15. Dezember 2023