Kann Bambus zum Bau von Hochgeschwindigkeitszügen verwendet werden?

Chinas „Bambusstahl“ wird vom Westen beneidet, seine Leistungsfähigkeit übertrifft die von Edelstahl bei Weitem.

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Chinas Fertigungsindustrie wächst stetig und hat in vielen Bereichen beachtliche Erfolge erzielt, beispielsweise im Hochgeschwindigkeitsverkehr, der Stahlindustrie und der Krantechnik. Diese Bereiche sind Aushängeschilder der chinesischen Fertigungsindustrie. Insbesondere der Hochgeschwindigkeitsverkehr gilt als weltweit führend. Doch vielen ist vielleicht nicht bekannt, dass für die Herstellung von Hochgeschwindigkeitszügen nicht der sogenannte Edelstahl, sondern Bambus als Rohstoff verwendet wird.

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Sie haben richtig gelesen: Es geht um Bambus. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um naturbelassenen Bambus, sondern um speziell verarbeiteten Bambus. Hochgeschwindigkeitszüge, die aus Bambus gefertigt werden, sind deutlich stabiler als Edelstahl und halten sogar hohem Druck stand wie herkömmlicher Stahl. Dabei kommt hauptsächlich die Bambuswickeltechnik zum Einsatz. Die Bambusfasern werden zu einem Verbundwerkstoff verarbeitet, der mit Kohlenstofffasern vergleichbar ist. Dieses Material zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Härte, geringe Kosten und niedriges Gewicht aus und ist zudem wasser-, feuchtigkeits-, feuer- und flammhemmend. Man könnte sogar sagen, es konkurriert mit Titanlegierungen. Für die Stahlherstellung aus Bambus wird außerdem kein frischer Bambus benötigt. Die entsprechenden Fasern lassen sich auch aus Pflanzenresten gewinnen.


Veröffentlichungsdatum: 20. Dezember 2023